Kunst am Bau in der Märkerwald-Schule in Urbach

ArbeitamBaumIm Zuge einer Anbaumaßnahme an der Märkerwald-Schule musste der übliche Anteil der Bausumme für Kunst am Bau investiert werden.

Es war das Anliegen des Kollegiums, dass die Kunst von den Schüler/innen angenommen werden und für sie eine Bedeutung haben und nicht einfach ein schmückendes Beiwerk werden sollte. Zudem wollten wir eine Möglichkeit, inhaltlich wie formal alle in der Schule tätigen beteiligen zu können.

Die Zusammenarbeit mit Frau Tanja Corbach war in dieser Hinsicht für uns ein wahrer Glücksgriff.

Sie nahm nicht nur den Kontakt zum Gebäude und den räumlichen Gegebenheiten auf, sondern suchte vielmehr den Dialog zu den in der Schule Arbeitenden. Sie sprach mit den Kindern, den Kolleginnen und mit mir. Dabei entwickelte sie ein Konzept, das einerseits ihre ganz eigene künstlerische Handschrift trägt, andererseits dem Profil unserer Schule Rechnung trägt. Die Schule ist ein wichtiger Teil des Lebensraumes der Kinder. Sie sollen sich daher im Gebäude wohl fühlen und möglichst auch damit identifizieren. Zudem ist unsere Schule eine Schule im ökologischen Netzwerk. Beide Aspekte fanden auf je unterschiedliche Weise einen Weg in die Kunst von Frau Corbach.

Zum Weg der Realisierung:

Nach einem ersten Rundgang durch die Schule, den Frau Corbach auch im Bild (Fotographie) festgehalten hat und Gesprächen mit mir folgte ein Rundgang mit den Kinder der Kunst-AG. Anschließend entwickelte sie Entwürfe, die mit Kindern und Kolleginnen diskutiert wurden. Die Kinder hatten dann Gelegenheit die Entwürfe selbst farblich zu gestalten. Diese Entwürfe der Kinder und der Austausch mit ihnen zu Ihren Ideen beeinflussten dann wiederum die realisierte Gestaltung und den Fortgang der Arbeit.

MosaikBaum

Nach Vorarbeiten wurden die Entwürfe auf die Wände übertragen, die dann durch Fragen oder Gespräche mit den Kindern teilweise noch einmal Veränderungen erfuhren.

Es folgte nun die Phase, in der die Mosaike auf die Wände aufgebracht wurden. Hier arbeiteten alle Kinder aktiv mit. Die Kinder jeder Klasse bekamen die Möglichkeit, mit Frau Corbach zu sprechen, von ihr vieles über die Technik zu erfahren und natürlich nach Einweisung selbst Mosaiksteine zu kleben. Auch alle Erwachsenen, die in der Schule arbeiten (Kolleginnen, Sekretärin und Hausmeister), verewigten sich mit einem Mosaikstein.

Frau Corbach arbeitete fast ausschließlich während der Unterrichtszeit in der Schule, so dass die Kinder die Veränderungen miterlebten, auch wenn sie nicht zu jeder Zeit selbst Hand anlegen konnten.

Die Wertschätzung der Kinder für die entstandene Arbeit ist auch nach Fertigstellung sehr hoch. Zum Ausdruck kommt es in der Äußerung einer Erstklässlerin: „Jetzt hat unsere Schule Hochglanz gekriegt.“